cepol.png 

Europäische Polizeiakademie CEPOL (Collège européen de police)

Die CEPOL wurde im Jahre 2001 durch die Europäische Union als Netz der nationalen Ausbildungseinrichtungen für hochrangige Führungskräfte der Polizeidienste innerhalb der EU und unter Einbezug der Bewerber-Länder eingerichtet.

Die CEPOL hat die Optimierung der Zusammenarbeit zwischen den ihr angehörenden Ausbildungseinrichtungen bei Schulungsmaßnahmen zum Ziel. Sie dient der Unterstützung und Entwickelung eines europäischen Ansatzes für die Hauptprobleme, die sich den Mitgliedstaaten im Bereich der Bekämpfung der Kriminalität, der Verbrechensverhütung und der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung insbesondere auf grenzüberschreitender Ebene stellen.

Sie hat folgende Zielsetzungen:
  • Vertiefung der Kenntnisse über die nationalen Polizeisysteme und -strukturen der anderen Mitgliedstaaten, Europol und die grenzüberschreitende polizeiliche Zusammenarbeit in der Europäischen Union;
  • Verbesserung der Kenntnisse über die internationalen Regelungen, insbesondere denjenigen, die auf der Ebene der Europäischen Union im Bereich der Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Kriminalität bereits bestehen;
  • Gewährleistung einer angemessenen Aus- und Fortbildung hinsichtlich der Wahrung der demokratischen Garantien, insbesondere der Verteidigungsrechte;
  • Zur Verwirklichung der Ziele werden von der CEPOL folgende Maßnahmen ergriffen:
    • Durchführung von Ausbildungsveranstaltungen für hochrangige Führungskräfte der Polizeidienste auf der Grundlage gemeinsamer Standards;
    • Beteiligung an der Ausarbeitung harmonisierter Lehrpläne für Kurse zur Ausbildung der Polizeibeamten der Ausführungsebene der Polizeidienste hinsichtlich der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen den Polizeikräften in Europa und Beitrag zur Ausarbeitung geeigneter Fortbildungsprogramme sowie Entwicklung und Durchführung einer Ausbildung für Ausbilder;
    • Durchführung einer Fachausbildung für Polizeibeamte, die eine Schlüsselrolle bei der Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität spielen, mit besonderer Beachtung der organisierten Kriminalität;
    • Verbreitung der vorbildlichen Verfahren und der Forschungsergebnisse;
    • Ausarbeitung und Durchführung von Ausbildungsmaßnahmen, die die Polizeikräfte der Europäischen Union auf ihre Mitwirkung bei der nichtmilitärischen Krisenbewältigung vorbereiten sollen;
    • Ausarbeitung und Durchführung von Ausbildungsmaßnahmen für die Polizeidienste der Bewerberländer, einschließlich Schulung von Polizeibeamten, die eine Schlüsselrolle innehaben;
    • Erleichterung des Austauschs und der Abordnung von Polizeibeamten im Rahmen der Ausbildung;
    • Entwicklung eines elektronischen Netzes, das die CEPOL bei der Erfüllung ihrer Aufgaben unterstützt, wobei für die Einrichtung der erforderlichen Sicherungsmaßnahmen zu sorgen ist;
    • Vermittlung angemessener Sprachkenntnisse für hochrangige Polizeibeamte der Mitgliedstaaten.
Die CEPOL ist seit 1. Januar 2006 eine Agentur der Europäischen Union. Sie funktioniert weiterhin als Netz, in dem die nationalen Ausbildungseinrichtungen der Mitgliedstaaten, zu deren Aufgaben die Aus- und Fortbildung hochrangiger Führungskräfte der Polizeidienste gehört, zusammengeschlossen sind; die nationalen Ausbildungseinrichtungen arbeiten zu diesem Zweck eng zusammen.

Die CEPOL besitzt Rechtspersönlichkeit. Das Sekretariat befindet sich in Bramshill/Vereinigtes Königreich. Direktor ist der Ungar Dr. Ferenc Banfi. Die Finanzierung erfolgt aus dem Gesamthaushaltsplan der Europäischen Union. Arbeitssprache ist Englisch. Das Entscheidungsgremium der CEPOL ist der Verwaltungsrat. Er trifft sich im Regelfall viermal jährlich. Entscheidungen werden in 4 Komitees und diversen Arbeitsgruppen vorbereitet und umgesetzt. Entscheidungen des Verwaltungsrat werden in vier Komitees und diversen Arbeitsgruppen vorbereitet. Alle Mitgliedstaaten haben eine nationale Kontaktstelle eingerichtet, die eine wirkungsvolle Zusammenarbeit zwischen der CEPOL und den Ausbildungseinrichtungen gewährleistet.

Büro:
European Police College
1066 Budapest
Ó Utca 27
Ungarn

Kontaktadresse:
European Police College
1903 Budapest
Pf. 314
Ungarn
Tel.: +36 1 803 8030/8031
Fax: +36 1 803 8032
E-Mail: secretariat@cepol.europa.eu
Web: www.cepol.europa.eu

 

 

 

Association of European Police Colleges AEPC  

Der Vereinigung Europäischer Polizeiakademien als Dach-Organisation gehören derzeit 49 Polizeiakademien aus 42 Ländern an. Mit einem Memorandum of Understanding haben MEPA und AEPC im Jahre 1997 eine Zusammenarbeit vereinbart. Hierdurch wird eine Maximierung der Koordination und Kooperation in der polizeilichen Bildungsarbeit erreicht. Gemeinsam geplante und durchgeführte Schulleiterkonferenzen und Fortbildungsaktivitäten bauen das gegenseitige Verständnis aus und fördern gleichzeitig die Effizienz bei der internationalen polizeilichen Zusammenarbeit. 

Kontaktadresse:
Mario Krebs
Sicherheitsakademie - Bundesministerium für Inneres
A-1014 Wien, Herrengasse 7
Österreich
Tel.: +43 1 53126 4852
Mobile: +43 664 282 7545
E-Mail: international.ausbildung@bmi.gv.at
Web: https://www.aepc.net/

 

Zurück zu "Nationale Verbindungsstellen"                         Weiter zur Startseite